Emerita Pansowova

… Bei dieser Bildhauerin ist alles behutsam, sehr ernsthaft und trotz der Schwere der vereinfachten Formen eigentümlich zart. In ihren für den Bronzeguss modellierten Figuren wandelt sich das Stehen, als ob eine innere Hemmung zu überwinden sei, in ein zunächst zögerndes, dann immer mutigeres Vorwärtsschreiten, ein jugendliches Drängen in die Welt, ins zu meisternde eigene Leben. Eine ergreifende kleine Figur der alt gewordenen Tänzerin Gret Palucca steigert das zum beschwingten Bild glücklicher Selbstbehauptung. Die Behutsamkeit der Gesten hat nie etwas Demonstratives und Überredendes an sich. Die Figuren erscheinen ganz auf sich selbst bezogen. Sie entspringen einer tiefen Einfühlung in den Wunsch und die Schwierigkeiten, ein Individuum zu werden und im sozialen Bezug auf andere bleiben zu können. Das spüren wir als ihre in stiller Intensität anrührende humane Botschaft. … Peter H. Feist


Emerita Pansowová, 1946 geboren in Vrakun Slovakei I 1967-72 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee 1974-77 Meisterschülerin an der Akademie der Künste bei L. Engelhardt | 1975 Gustav-Weidanz-Preis I 1985 Willi-Lammert-Preis I 1989 Kunstpreis der Gewerkschaften I 2009 Brandenburgischer Kunstpreis für Plastik